Cover1

AGB

Datenschutz

Über uns

Omnibusbetrieb Bräuer

ein kleines Busunternehmen mit großer Tradition

Chronik

Seit über 85 Jahren gibt es im erzgebirgischen Neudorf die Firma Bräuer, die sich durchgängig in Familienbesitz befindet und heute in vierter Generation betrieben wird.

Die Firmengründung als Transportbetrieb erfolgte im Sommer 1928, als Karl Bräuer mit seinen Söhnen Walter und Kurt eine Holz- und Kohlehandlung eröffnete.

In den Anfangsjahren befand sich nur ein LKW im Betrieb. Da die Bevölkerung noch nicht motorisiert war, bestand großes Interesse an Ausflugsfahrten. 1936 beschaffte man dazu einen LKW, der wochentags als Transporter fuhr, am Wochenende jedoch mit Bänken ausgerüstet werden konnte. Das lief so gut, dass 1938 ein richtiger Omnibus, ein Opel Blitz „Postillion“ zu Bräuer gelangte, mit dem auch größere Strecken möglich waren. Damit entfiel das beschwerliche Umrüsten des Lastkraftwagens.

Inzwischen kam der 2. Weltkrieg. Beide Söhne wurden samt Fahrzeugen eingezogen. Karl Bräuer konnte jedoch einen Büssing LKW zurückbehalten und führte das Unternehmen weiter, hauptsächlich mit Holztransporten. Zum Kriegsende kehrten ein LKW und ein Bus zurück. Diese wurden natürlich dringend für Lebensmittel-, Medikamenten- und Materialtransporte benötigt. Sohn Kurt fiel im Krieg, sein Bruder Walter übernahm nach Rückkehr aus der Gefangenschaft in den 1950er Jahren die Geschicke der Firma.

Die Anzahl der Fahrzeuge konnte nach und nach wieder erhöht werden. So wurde 1953 ein gebrauchter Bus gekauft, der in eigener Werkstatt einen über Jahre dauernden Neuaufbau erhielt. Mit diesem gingen ab 1957 die Ausflugsfahren immerhin schon bis Meissen. Und wochentags konnte man inzwischen als Auftragsunternehmer für den Kraftverkehr Annaberg arbeiten, dort wurden die Linien Grünhain – Scheibenberg - Annaberg und Neudorf - Annaberg bedient. Oft saßen dabei Walter Bräuers Söhne Karle und Wilfried am Steuer. Tochter Ruth war als Kassiererin beschäftigt.

Die LKW der Holzhandlung wurden in den Wintermonaten zur Schneeberäumung eingesetzt, in Höhenlagen um die 1000 Meter ein intensives Geschäft. Im Juli 1964 kam erstmals ein Omnibus H3 B aus Kraftverkehrsbeständen nach Neudorf. Dieser hatte mittlerweile schon elf Jahre auf dem Buckel. Ein Jahr später folgte vom Kraftverkehr Zwickau ein nur sechs Jahre alter Ikarus 602, ein Bus mit schwerem Rahmen und Frontmotor. Beide ersetzten die Opel aus den Jahren 1937 und 1939. Ein kleiner Ikarus 31 vom Kraftverkehr Mittweida folgte im April 1967, einen weiteren Ikarus 602 gab es im März 1969. Er war, wie der erste, vom Baujahr 1959 und stammte vom Kraftverkehr Aue.

H6B TU90-47 Neudorf,Siebensäure  re.Cheff Walther Bräuer

H6B TU90-47

Neudorf, Siebensäure

Walther und Martha Bräuer

1979 übernahm Karle Bräuer die Leitung das Betriebes Karl Bräuer. Er gab den Unternehmenszweig LKW (zur besten Zeit waren es immerhin 6 Stück) auf.

Neben den alten Ikarus-Bussen konnten im Laufe der Jahre diverse gebrauchte H 6 B und Skoda 706 RTO beschafft werden. Eine der größten Herausforderungen für Privatunternehmer in Zeiten sozialistischer Planwirtschaft war die Erhaltung dieser Fahrzeuge – bei Zuteilung von nahezu schrottreifen Bussen und jämmerlicher Ersatzteilversorgung eine schier unlösbare Aufgabe.

TC 19-22 Neudorf vor Wagenhalle

IFA H6B  Neudorf vor Wagenhalle

SKODA 706RTO TU89-86 Neudorf Viernstr.

SKODA 706RTO  Neudorf - Vierenstraße

Große Unterstützung fand Bräuer hierzu im damaligen VEB Erdbau Thalheim. In der dortigen Reparaturwerkstatt wurden die alten IFA H6B und Skoda RTO mit viel Ideenreichtum und handwerklichem Geschick instandgehalten und zum Teil neu aufgearbeitet, wie auch der 1988 aus MfS- (Stasi) Beständen erworbene Ikarus 255. 1989 fertig geworden, konnte mit ihm die erste Fahrt gen Westen erfolgen, nach Bayreuth.

Mit dem Ende der DDR eröffneten sich gleichfalls für das Familienunternehmen Bräuer vollkommen neue Möglichkeiten und Reiseziele, planwirtschaftliche Einschränkungen konnten unternehmerischer Freiheit weichen. Zunächst gab es jedoch auch tiefe Einschnitte: sämtliche Vertragsverkehre entfielen binnen kurzer Zeit, der Linienverkehr wurde umstrukturiert. Dennoch konnte man vom Kraftverkehrsbetrieb Annaberg, der sich ebenfalls im Umbruch befand und letztendlich in Trägerschaft des Landkreises kam (heute RVE) die Linie 436 Thum – Oberwiesenthal übernehmen. Dafür wurden im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte immer wieder Gebrauchtbusse verschiedener Marken beschafft.

Für den sich rasch entwickelnden Reiseverkehr kam 1990 das erste Neufahrzeug ins Unternehmen, ein in Berlin gefertigter Neoplan N 316 K mit WC und Küche. Ihm folgte bereits 1992 ein weiterer N 316 K, dieser wurde im ostdeutschen Ehrenhain gebaut und übergeben.

Nach dem Tod des Vaters übernahm Falk Bräuer 1995 in vierter Generation die Firma und führte diese kontinuierlich und mit ruhiger Hand im Sinne der Familie weiter. Erstmals wurden Busse der Marke Setra angeschafft: 2000 als „Flaggschiff“ ein S 315 GT-HD, 2004 ein S 315 UL/GT für den kombinierten Einsatz.

So war der Bräuer-Bus schon in vielen Ländern Europas unterwegs. Wer uns kennt weiß das uns Ihre Sicherheit am Herzen liegt. Unsere Busse werden in Fachwerkstätten turnusmäßig überprüft und gewartet.

Home   Über uns   Tagesreisen   Mehrtagesreisen   Reiseimpressionen   Kontakt   Impressum